Im Sinne der Nächstenliebe und Nachhaltigkeit

Foto: LPD Kärnten/Steinacher
Den „Together-Point“ in der Ringmauergasse in Villach besuchte gestern Landeshauptmann Peter Kaiser gemeinsam mit Villachs Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser. Hier erhält man gerettete Lebensmittel und gespendete Dinge für den Alltag. Durch das Geschäft führte Julia Petschnig, Gründerin und Obfrau des „Together“ Vereines sowie Marina Schader vom Projektmanagement.
Der Landeshauptmann zeigte sich sehr beeindruckt von der Größe des Geschäfts und der Vielfalt des Angebots.

„Die Bedeutung von sozialem Engagement wird gerade in schwierigen Zeiten wie diesen noch deutlicher“,

sagte er und lobte Julia Petschnig für ihr großes Engagement.

„Mit diesem Geschäft im Sinne ihrer engagierten Geschäftsphilosophie hat sie einen weiteren großen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Nächstenliebe gemacht.“

Petschnigs Arbeit und Einsatz sei auch bereits mit Preisen ausgezeichnet und damit vor den Vorhang geholt worden. So habe der Verein „Together“ (Verein zur Förderung ökosozialen Bewusstseins und Realisierung gemeinnütziger Projekte) den Integrationspreis 2022 in der Kategorie Zivilgesellschaft gewonnen und auch den Menschenrechtspreis 2020.
Der „Together-Point“ in Villach befindet sich auf 1.500 Quadratmetern und zwei Geschossen. Gerettete und gespendete Lebensmittel von Supermärkten, Feldern und Gärten werden gegen eine freiwillige Wertschätzung abgegeben. Andere Artikel werden zu günstigsten Preisen verkauft so beispielsweise Second Hand-Textilien, Bücher, Spiele, CDs, Elektronikartikel oder Baby- und Kindersachen.
Petschnig und ihr Team wollen nicht nur Menschen ansprechen, die sich finanziell schwerer tun:

“Es ist eine Lebenseinstellung, dass man Dinge nachnutzt. Wir wollen alle ansprechen und damit dem Konsumdenken und der Verschwendung entgegenwirken“,

so die Obfrau. Gemeinsam mit dem Landeshauptmann und der Vizebürgermeisterin wurden neue Möglichkeiten der Kooperation besprochen.
Der Verein „Together“ (Verein zur Förderung ökosozialen Bewusstseins und Realisierung gemeinnütziger Projekte) wurde vor neun Jahren gegründet und betreibt Ausgabestellen für (gerettete) Lebensmittel und Sachspenden, die damit einer Weiterverwendung zugeführt werden. Es gibt bereits zwölf Points in Kärnten und einen in Graz. Unter den etwa 400 Helferinnen und Helfern im Verein findet man auch viele Menschen mit Migrationshintergrund, aktuell auch ukrainische Vertriebene, die in ihrer Arbeit für andere Sinn finden und sich daher im Verein freiwillig engagieren.