Gehaltsverhandlungen: Kärntner Landes- und Spitalsbedienstete erhalten Einmalzahlung und ab 01. Juli Bundesabschluss

Rund 11.000 Landes- (3500) und KABEG-Spitalsbedienstete (7500) in Kärnten erhalten mit der Überweisung des Februar-Gehaltes 2023 eine Einmalzahlungen in Höhe von 1300 Euro netto – auch für die rund 120 Landes- und KABEG-Lehrlinge – und ab 1. Juli 2023, wie bei der letzten Gehaltsverhandlungen im Dezember 2021 vereinbart, eine Erhöhung im Ausmaß des soeben erzielten Bundesabschlusses in Höhe von durchschnittlich 7,32 Prozent. Das gibt Personalreferent Landeshauptmann Peter Kaiser nach einem heutigen Gespräch mit dem Vorsitzenden der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD), Stefan Sandrieser, sowie seinem Stellvertreter Michael Krall an dem auch Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner, Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig, LR Martin Gruber, KABEG-ZBR Ronald Rabitsch, ZPV-Obmann Gernot Nischelwitzer und weitere Gewerkschaftsmitglieder teilnahmen, bekannt. Die finanziellen Mehrkosten für den einmaligen Teuerungsausgleich belaufen sich insgesamt auf rund 16 Millionen Euro. Die Kosten für die Übernahme des Bundesergebnisses ab 01. Juli belaufen sich insgesamt auf knapp 30 Millionen Euro.
Grundsätzlich wird an dem in Kärnten am 14. Dezember 2021 in Verhandlungen mit der Gewerkschaft festgelegten Abschluss festgehalten. Dieser besagt, dass Kärntens Landes- und KABEG-Bedienstete von 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 zusätzlich zur bereits 2020 vereinbarten 3-Jahres-Anpassung von jeweils 1,45 Prozent eine weitere moderate Gehaltserhöhung von 1,55 Prozent erhalten – in Summe also 3 Prozent und von Juli 2023 bis Dezember 2023 in Kärnten der Bundesabschluss übernommen wird.

„Aufgrund der außergewöhnlichen Belastungen in Folge der massiven Teuerungswelle, die beim Abschluss vor einem Jahr so nicht vorhersehbar war, sind wir dem Ersuchen der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst nach einem zusätzlichen Teuerungsausgleich nachgekommen und konnten uns in einem konstruktiven Gespräch einigen. Das Ergebnis ist der sichtbare Dank seitens der Politik an unsere Kolleginnen und Kollegen im Landesdienst sowie in den KABEG-Spitälern für ihr herausragendes Engagement zum Wohle der Bevölkerung in Kärnten“,

begründet Landeshauptmann Peter Kaiser.
Das Engagement der Bediensteten heben auch LHStv.in Prettner, LHStv.in Schaunig und LR Gruber hervor:

„Die erzielte Lösung stellt eine massive budgetiere Mehrbelastung dar. Damit wird auch unsere Wertschätzung, die wir seitens der Politik unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber ausdrücken, deutlich. Ob in der Pandemie oder infolge der Teuerung aber auch in vergleichsweise ruhigeren Zeiten, sowohl in der Landesverwaltung als auch in den Spitälern leisten die Kolleginnen und Kollegen unersetzbare Arbeit.“

Erfreut über das Ergebnis zeigen sich auch GÖD-Vorsitzender Stefan Sandrieser und sein Stellvertreter Michael Krall:

„Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass die Kärntner Landespolitik, bereit ist, zusätzlich zu einer fixierten Vereinbarung einer weiteren finanziellen aber aufgrund der massiv gestiegenen Lebenshaltungskosten aus Sicht der Gewerkschaft unumgänglichen Verbesserung zuzustimmen. Mein Dank gilt nicht nur der Politik, sondern vor allem der Kollegenschaft, für ihre tägliche Arbeit sowie unseren Partnern in der GÖD.“

Quelle: LPD Kärnten

Sportförderung: Jahrelange Forderung Kärntens wird umgesetzt

Wie heute, Freitag, seitens der Bundesregierung mitgeteilt wurde, wird die Pauschale Reiseaufwandsentschädigung (PRAE), die seit 2009 in Anspruch genommen werden kann, von derzeit 540 Euro auf 720 Euro pro Monat erhöht. Der maximal abrechenbare Tagsatz verdoppelt sich dabei von maximal 60 auf 120 Euro. Die PRAE dient zur Abdeckung von Aufwandsentschädigungen für Ehrenamtliche.
Erfreut darüber zeigen sich Landeshauptmann und Sportreferent Peter Kaiser sowie Landessportdirektor Arno Arthofer.

„Es ist ein guter Tag für den Sport in Österreich. Mit dieser Entscheidung erfüllt die Bundesregierung eine jahrelange Forderung Kärntens. Die Anhebung ist eine wesentliche Verbesserung für den gemeinnützigen Sport und ihre 35.000 ehrenamtlichen Funktionärinnen und Funktionäre sowie Trainerinnen und Trainer, die sieben Tage die Woche und 24 Stunden am Tag für den Sport zur Verfügung stehen“,

so Kaiser, der sich bei Sportminister Werner Kogler für diese wichtige finanzielle Wertschätzung bedankt.

„Wir werden nicht aufhören, die Sportstruktur in Kärnten weiter zu verbessern und unsere Anliegen, die nicht in unserem unmittelbaren Wirkungsbereich liegen, nach Wien zur Bundesregierung zu tragen“,

erklärt Arthofer.
Quelle: LPD Kärnten

10 Jahre Euregio 2: Erstmals Nachhaltigkeitspreise vergeben

Im Rahmen der Feierlichkeit zu 10 Jahren EVTZ Euregio Senza Confini wurden heute im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung unter Teilnahme zahlreicher Gäste aus Kärnten, Friaul-Julisch-Venetien und Veneto erstmals die „Preise für Nachhaltigkeit“ vergeben, die die Euregio heuer ausgelobt hat und dafür 180.000 Euro zur Verfügung gestellt hat. Heute wurden jeweils drei Preisträger der drei Regionen für ihre Projekte von LH Peter Kaiser, Assessore Stefano Zannier (Friaul Julisch Venetien) und Assessore Francesco Calzavara (Veneto) ausgezeichnet.

„Es sind drei Regionen mit außergewöhnlicher Geschichte und bedeutender Kultur, die in ihrer Historie auch viel Trennendes erleben musste. Brückenbauen, um Frieden zu wahren, grenzüberschreitendes Solidarität leben, wie in Krisenfällen und die Völkerverbindung verstärken, sowie durch interregionale Zusammenarbeit die gesamte Region stärken, sind die grundlegenden Absichten der Euregio. Dazu ist es nötig, Geschichte und Kultur zu kennen. Mit dem neuen Nachhaltigkeitspreis wollen wir in der gesamten Region die Motivation, Kulturerbe zu erhalten, steigern, um das Bewusstsein für die Geschichte zu wahren, um damit eine gemeinsame Zukunft zu sichern“,

sagt Kaiser.
Der Preis hat das Ziel, Initiativen zur Entwicklung, Erhaltung und Restaurierung von Kulturerbe, sozialem Zusammenleben, der Wirtschaft und Ökologie unter aktiver Beteiligung der Bevölkerung, von Institutionen und Organisationen, zu fördern und publik zu machen. Die 17 Nachhaltigkeitsziele der UNO galten als Vorgabe für die Projekte, um für den Preis in Frage zu kommen. Für jeden Preisträger gibt es 20.000 Euro.
Heute erhielten in Kärnten das Werner Berg Museum in Bleiburg für seine Ausstellung unter dem Thema „Gleichberechtigung der Geschlechter“ in Kooperation mit 17 weiteren Museen in Österreich, der Pfarrstadel in Deutsch-Griffen, der restauriert und zu einem Museum umfunktioniert wurde, in dem die regionale Bewirtschaftung über Jahrhunderte in Form von Geräten veranschaulicht wird und die Klosterruine Arnoldstein, die nach der Renovierung Veranstaltungsräume auf 900 Quadratmetern bietet, gleichrangig die Nachhaltigkeitspreise, jeweils mit 20.000 Euro dotiert. Die Preise entgegengenommen haben die Vertreter und Projektträger der jeweiligen Gemeinden.
In der Region Friaul-Julisch-Venetien erhielten die Gemeinde Cividale für die Agenda 2030 Arte Cividale, die Gemeinde Dogna für die Agenda 2030 ART – beides Kunstprojekte, die mittels Künstlerinnen und Künstlern die regionalen Gegebenheiten auf eine neue Ebene führten, Orte mit Kunstobjekten neu inszenierten und auch in Museen Installationen zu sehen waren – und die Universität in Udine für die Untersuchung und Beobachtung der Wasserqualität in der Adria die Nachhaltigkeitspreise.
Für ihre Projekte im Veneto gingen die Nachhaltigkeitspreise in die Gemeinden Priula, Sarmede und Venedig. Priula hat eine großangelegte Säuberungsaktion des Flusses Sile in die Wege geleitet, damit weder Abfall noch Verunreinigungen in die Adria gelangen und die Landschaft um den Fluss sich wieder erholen kann. Die gesamte Bevölkerung hat mitgemacht, mittels Kanufahrten für Familien wird der Müll gesammelt. Die Berg- und Hangsiedlungen in der Gemeinde Sarmede wurden mittels Kultur- und Kunstprogrammen aufgewertet und mit grenzüberschreitender kultureller Zusammenarbeit ein neues Angebot für Künstlerinnen und Künstler geschaffen, die mittlerweile aus ganz Europa kommen.
Venedig hat sich der Mobilität gewidmet und zwar jener außerhalb der Lagune, am Festland. Die Projektbetreiber betonten, dass Venedig wesentlich mehr sei, als die Lagune, als die touristischen Inseln. Und so wurde ein Mobilitätsplan für das Festland entwickelt, sodass das Radfahren forciert wird auch in Hinblick auf den Klimaschutz.
Quelle: LPD Kärnten

Blog: Kärnten · Eine Modellregion im Herzen der Europäischen Union

„In Vielfalt geeint“

Diesen Titel habe ich anlässlich der 10 Jahres-Feier zur Ortstafellösung am 08. Juli 2021 für die Beschreibung unserer Kärntner Erfolgsgeschichte gewählt. Passenderweise, wie ich meine. Denn nach vielen Jahren der Auseinandersetzungen zwischen deutsch- und slowenischsprachigen Landsleuten, der Ab- und Ausgrenzung von bzw zu Nachbarstaaten, zu anderen Kulturen, können wir heute tatsächlich selbstbewusst sagen: Kärnten ist in Vielfalt geeint! Wir haben den Mehrwert, den diese Vielfalt für Kärnten, für jede Einzelne und jeden Einzelnen von uns bedeutet, erkannt bzw wird diese Erkenntnis von immer mehr Menschen geteilt.
Es ist ein Mehrwert, der unsere Region am Schnittpunkt dreier Kulturen – der germanischen, der romanischen und der slawischen – im Herzen Europas auszeichnet und der uns europaweite Beachtung und enorme Unterstützung, auch und insbesondere seitens der EU, beschert. Man könnte auch sagen: Kärnten ist die kleine Welt, in der das große Europa Einzug hält. Denn: In Vielfalt geeint, ist nicht nur ein Titel für unsere Erfolgsgeschichte, es ist auch das Motto der EU. Dieses Motto erfüllen wir bei uns in Kärnten tatsächlich mit Leben.
Und bei dieser Erfüllung, bei der Umsetzung, werden wir von der Europäischen Union massiv unterstützt. Kärnten wäre heute nicht da, wo es ist, nämlich auf der Überholspur und ein europaweit beachtete Vorzeigeregion, würde es uns nicht seit vielen Jahren, gelingen, die Unterstützungsmöglichkeiten, die die EU uns anbietet, bestmöglich zu nutzen.

Und um das zu verdeutlichen, möchte ich mit diesem Blog, auf Kärntens EU- und Nachbarschaftspolitik eingehen.

EU-Interreg forciert die geopolitische Lage Kärntens in Zentraleuropa

Die Interreg-Programme mit Italien (IT-AT) und Slowenien (SI-AT) festigen die geopolitische Lage Kärntens am Schnittpunkt der Sprachen und Kulturen und sind damit auch eine Modellregion des gesamteuropäischen Friedensprojekts.
An konkreten Projekten waren „Kärntens Interreg-Klassiker“ der vergangenen 20 Jahre der Drauradweg, der Alpe-Adria-Trail, der Geopark Karawanken, die Gailtaler Erlebnisalmen oder auch die UNESCO-affinen Initiativen des Biosphärenparks Nockberge. Beispielsweise waren die Kärntner Interreg-Projekte CAAR Alpe-Adria-Radweg, BikeNat, Nockbike oder EmotionWay sehr marktorientierte Produkte des seit Jahrzehnten boomenden Radtourismus in ganz Europa.
Der UNESCO Global Geopark Karawanken wurde und wird mit Leader- und Interreg-Subvention auch international positioniert und hat zudem mit dem 2022 abgeschlossenen EU-Horizon-Projekt Ruritage ein Netzwerk mit weltweit 21 ähnlichen Initiativen aufgebaut.
Nicht zuletzt hat auch der Biosphärenpark Nockberge bereits 2003 mit dem Interreg-Projekt ERA gemeinsam mit dem Nationalpark Triglav in Slowenien und dem Naturpark Prealpi Giulie in Italien ein bis heute wirkendes Dreiländer-Parknetzwerk begründet.
Der ländliche Raum, ein Schwerpunktgebiet der EU-Strukturpolitik, kämpft mit Klimakatastrophen, Pendlerfixkosten oder Infrastrukturreduktion, insbesondere aber mit dem drastischen Rückgang an Aufbruchstimmung und Initiative. Es wird hinkünftig einer konzertierten Vorgangsweise der Gesamtpolitik des Landes bedürfen, um dem drohenden Niedergang von ländlichen Regionen entgegenzuwirken.
Im Zuge der Betreuungstätigkeit wurden auch Problemfelder bei den EU-Förderabwicklungen festgestellt: Bei Interreg wurde auf Projektträgerseite die hohe Komplexität des Förderantrages beklagt. In strukturschwachen Grenzregionen, einem geographischen Fokus von Interreg, kommt es infolge der Abwanderung zu einem zunehmenden Mangel an qualifizierten Projektträgern.
Das Ziel der EU-Strukturpolitik ist es, den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt in den europäischen Regionen zu fördern, indem die Bedingungen für Unternehmen und Menschen verbessert werden. Dazu gehören die Bereiche Tourismus, Kultur, Bildung und Digitalisierung, die zu den wichtigsten Themen zählen. In Kärnten gibt es diese Netzwerke bereits vielfach in einem grenzüberschreitenden Kontext. Eine konsequente Abstimmung dieser strategischen und operativen Agenden unter Einbindung aller Organisationen stärkt nicht nur den Lebens- und Wirtschaftsraum, sondern vermittelt auch ein Europa der Regionen und Bürger in einer Zeit, in der die Friedenssicherung immer wichtiger wird.
Auch mit den Programmen der transnationalen Zusammenarbeit (Interreg B) wird die raum- und ressortübergreifende Zusammenarbeit über Staatsgrenzen hinweg gefördert. Interreg B zielt auf eine stärkere territoriale Integration, also das Zusammenwachsen der Regionen. In der aktuellen Förderperiode ist die transnationale Zusammenarbeit auf den europäischen Green Deal ausgerichtet, mit dem die EU in eine moderne, ressourceneffiziente und wettbewerbsfähige Wirtschaft transformiert werden soll. Die Programme konzentrieren sich auf Themen für ein intelligenteres, umweltfreundlicheres, vernetzteres, sozialeres und bürgernäheres Europa. Dabei stehen jeweils die besonderen Herausforderungen der einzelnen Programmräume im Vordergrund. Österreich bzw. Kärnten ist in drei dieser Programme vertreten: Alpine Space, Danube Region und Central Europe. Durch die Zusammenarbeit in funktionalen Räumen bietet dies für Kärnten die Möglichkeit, administrative Grenzen zu überschreiten und größere Zusammenhänge zu bilden. Neben der finanziellen Unterstützung werden die Projekte in einen übergeordneten strategischen und politischen Rahmen eingebunden. Damit wird sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene breite Aufmerksamkeit für die wichtigen Themen der territorialen Zusammenarbeit geschaffen.

Europäische Vorzeigeregion für Klimaschutz

Mit einem Anteil von 57% ist Kärnten Spitzenreiter in Österreich bei der Gewinnung von Energie aus erneuerbaren Energieträgern. Die nutzbare Wasserkraft, die vorhandenen Waldflächen (welche über 60% unseres Bundelandes bedecken) und die vielen Sonnenstunden prädestinieren Kärnten, sich im Sinne des „Europäischen Green Deals“ weiterzuentwickeln und als Modellregion für ganz Europa aufzutreten. Dazu ist mit der Landeshauptstadt Klagenfurt als ausgewählte und einzige klimaneutrale und intelligente Stadt Österreichs bis 2030 ein Leitprojekt im Gange. Ebenso findet mit der Verwendung von Wasserstoff im öffentlichen Busverkehr im Raum Villach ein beispielgebendes Pilotprojekt statt.
Weitere Projektinitiativen wie Photovoltaik auf großen öffentlichen und privaten Parkplätzen und im privaten Bereich wie auch in allen öffentlichen Bereichen sind konkrete Maßnahmen, die dahingehende Spitzenreiterfunktion Kärntens weiter auszubauen. 

Europawahlen 2024

Um gerade die junge Generation für die EU und die Ausübung ihres Wahlrechts zu sensibilisieren, wäre eine flächendeckende Dialogveranstaltungsreihe mit zur Wahl berechtigten Jugendlichen in Kärnten anzudenken:
Aufbauend auf die in Kärnten für die EU-Kommunikation entwickelten Formate (Kärntner EU-Cafés mit Abgeordneten zum Europäischen Parlament, Workshops mit thematischen Wanderausstellungen, Informationstreffen zu den Erasmus+-Programmen, Reisen von Kärntner Schüler*innen nach Brüssel etc.) werden bereits jetzt landesweit alle zur Wahl berechtigten Schüler*innen erfasst und über eine dieser Kommunikations- und Dialogveranstaltungen zur Teilnahme an der Europawahl sensibilisiert und animiert. Diese Veranstaltungsreihe sollte mit dem Schuljahr 2023/24 im Herbst erneut starten und mit ergänzender Unterstützung der Bildungsdirektion und von EUROPE DIRECT Kärnten organisiert werden. Als zusätzlicher Impulsgeber könnte ein Wettbewerb zunächst jeweils schulintern und dann landesweit zum Europatag 2024 organisiert werden und dabei dem Muster des einstigen Europa-Quiz folgen. Im Rahmen dieser Kampagne sollten alle höheren Schulen sowie die Land- und hauswirtschaftlichen wie auch die polytechnischen und Berufsschulen erfasst werden.

Euregio Senza Confini

Seit 2001 bestanden Kooperationsabkommen anfänglich mit der Autonomen Region Friaul-Julisch-Venetien, später dann gemeinsam mit der Region Veneto. Dieses Abkommen wurde letztmalig 2007 verlängert. Am 21. Juni 2007 wurde das Grundsatzpapier für eine gemeinsame Euregio von den drei Partnern in der „Villa Manin“ unterzeichnet. Nach mehreren Stationen wurde am 18. Dezember 2008 das Kärntner-EVTZ-Gesetz (Europäischer Verbund Territorialer Zusammenarbeit) als formale Grundlage zur Errichtung der EUREGIO Senza Confini beschlossen.
Am 27. November 2012 wurde der EVTZ Euregio Senza Confini in Venedig gegründet. Als erster Präsident wurde der Präsident des Veneto, Luca Zaia, bestellt. Erste Erfolge stellten sich mit dem zweiten Aufruf im grenzüberschreitenden Kooperationsprogramm INTERREG V-A Italien-Österreich 2017 ein: Es wurden mehrere Projekte genehmigt, die auch die Vielfalt der Themen in der EUREGIO widerspiegeln: Vom Lehrlings- und Schüleraustausch, über Migration und Integration, zur verbesserten Warenlenkung mittels IKT (Informations- und Kommunikationstechnik), über Radwege-Tourismus bis hin zu einer Kooperation mit dem EVTZ „Europaregion Tirol Südtirol Trentino. Mit Juni 2018 übernahm ich selbst den Vorsitz in der Euregio. Dieser wurde bis Juli 2024 einmalig verlängert.
Im Rahmen der verschiedenen Projekte wurden starke Partnerschaften begründet, welche nach Abschluss durch die Unterzeichnung von mehreren Absichtserklärungen eine stabile weitere Zusammenarbeit garantieren. Diese Kooperationen werden vor allem beim Abbau der grenzüberschreitenden Hindernisse wichtig sein, da diese im Fokus der Euregio stehen. Die Euregio hat sich zudem zu einer wichtigen Database für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit entwickelt. Gleichzeitig wird sich die Euregio durch Kooperationen mit den Wirtschafts- und Arbeiterkammern, zukünftig auch stärker sozialpartnerschaftlich aufstellen.
Neben der Kooperation auf regionaler Ebene durch den EVTZ wird zukünftige die verstärkte Zusammenarbeit der lokalen Ebene die Gemeinsamkeiten in den Vordergrund rücken. Erste Schritte dazu wurden mit der Einrichtung der von der lokalen Bevölkerung getragenen Initiativen (CLLD-Regionen) gesetzt. Diese Kooperationsschienen werden durch ein Abkommen zwischen der HEurOpen (CLLD der LAG Region Hermagor (9 Gemeinden), LAG Euroleader (28 Gemeinden) und LAG Openleader (15 Gemeinden)) zusammengeführt, damit konsequent weiter intensiviert und somit die Synergien mit der Euregio genutzt.
Zusätzliche strategische Partnerschaften mit anderen Institutionen bzw. Regionen dies- und jenseits der Grenzen der Euregio bringen einen Mehrwert für alle Beteiligten mit sich. So besteht einerseits ein Arbeitsübereinkommen mit der Region Istrien als permanenter Beobachter in der Generalversammlung und andererseits tauscht man sich mit dem zweiten EVTZ Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino im Gebiet des INTERREG IT-AT regelmäßig aus.
Ein Kärntner Schwerpunktbereich innerhalb der EUSALP (Europäische Strategie für Alpine Regionen) ist das Thema Verkehr und Logistik. Hier sollen die inhaltlichen Anknüpfungspunkte zur EUSAIR (Strategie der Europäischen Union für die Adriatische und Ionische Region) verstärkt und durch konkrete Projekte mit Leben gefüllt werden. Kernstück dieses Brückenschlags zwischen EUSALP und EUSAIR stellt die Baltisch-Adriatische Achse und ihr Teilstück Triest – Fürnitz dar, welches derzeit auch durch das Interreg-Projekt Smartlogi behandelt wird. Auf den Projektergebnissen soll daher aufgebaut werden und die EUSALP dazu genutzt werden, um weiteren Know How-Transfer von anderen Partnern des Alpenraumes in die Euregio sicher zu stellen.
Seit 2022 wird der Nachhaltigkeitspreis der Euregio ausgelobt. Ziel dieses Preises ist es, Best-Practice-Projekte im Raum der Euregio hervorzuheben und nachhaltig zu unterstützen. So wird auch ein Netzwerk von Nachhaltigkeitsbotschaftern geschaffen.

Alpen-Adria-Allianz

Die Alpen-Adria-Allianz wurde 2013 auf Initiative Kärntens neu gegründet. Sie stellt eine dynamische, flexible und niederschwellige Netzwerkstruktur zur projektorientierten Zusammenarbeit im Alpen-Adria-Raum dar, welche die ehemalige Arbeitsgemeinschaft Alpen-Adria ablöst.
Ordentliche Mitglieder sind
  • die österreichischen Bundesländer: Kärnten, Steiermark, Burgenland,
  • die kroatischen Gespanschaften: Istrien, Krapina-Zagorje, Koprivnica Križevci, Međimurje, Primorje-Gorski kotar, Varaždin sowie Zagreb-Umland
  • Slowenien, vertreten durch den Verband der Städte und Gemeinden Sloweniens (Skupnost občin Slovenije – SOS),
  • sowie das ungarische Komitat Vas.
Die Kooperation steht sowohl öffentlichen Gebietskörperschaften als auch privaten Organisationen und NGOs offen.
Die regionalen Regierungschefs, vertreten im Format des Alpen-Adria-Rates, traten zuletzt am 9. März 2022 in Varaždin/Kroatien zusammen. Im Rahmen dieser Sitzung wurde auch offiziell der Vorsitz für 2022 und 2023 von der kroatischen Gespanschaft Varaždin an das Land Steiermark übergeben. Die Vorsitzführung wird von EU-Landesrat Werner Amon ausgeübt. Der gegenwärtige steirische Vorsitz hat die Einbindung von Regionen auf dem Westbalkan im Fokus. Eine zentrale Rolle fällt dabei der serbischen autonomen Provinz Vojvodina zu, deren Hauptstadt Novi Sad (Europäische Kulturhauptstadt 2022) am 17. November 2022 auch Gastgeber des Alpen-Adria-Lenkungsausschusses war. Auch eine Heranführung der ehemaligen italienischen Mitgliedsregionen im Rahmen der ARGE Alpen-Adria wird weiterhin angestrebt.
Die konkrete projektorientierte Zusammenarbeit wird von sogenannten Thematic Coordination Points (TCPs) koordiniert, welche gegenwärtig zu den Themen Energie und Umwelt, Europa, Gesundheit, Gleichbehandlung, Higher Education, Inklusion, Katastrophenschutz, Kunst und Kultur, Ländliche Entwicklung und Kulturerbe, Lebenslanges Lernen, Sport, Tourismus sowie Wirtschaft eingerichtet sind. Als Erstansprechpartner für alle Interessierten sind bei allen Mitgliedern Alpen-Adria-Contact-Points eingerichtet, wobei jener des Landes Kärnten gleichzeitig als Generalsekretariat der Alpen-Adria-Allianz fungiert.
Alle Contact Points, Thematic Coordination Points sowie das Generalsekretariat bilden den Lenkungsausschuss der Alpen-Adria-Allianz, in dessen Verantwortungsbereich auch die Genehmigung von Subventionierungen gemeinsamer Projekte aus dem gemeinsamen Budget des Netzwerks fällt.
Seit der ersten Sitzung des Lenkungsausschusses im März 2014 wurden Unterstützungen für insgesamt 276 gemeinsame Projekte genehmigt, worunter einige Vorhaben auch aus den EU-Programmen „Erasmus+“ bzw. „Europe for Citizens“ und „Creative Europe“ gefördert wurden bzw. werden.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass Kärnten seine Drehscheibenfunktion im Alpen-Adria Raum beibehalten wird, nicht zuletzt auch da die Alpen-Adria-Rektorenkonferenz – ein Netzwerk von rund 50 Universitäten von Bayern bis Albanien – und das „New Alpe Adria Network of Chambers (NAAN)“ – ein Verbund von Wirtschafts- und Handwerkskammern des Alpen-Adria-Raums – ihre gemeinsamen Sekretariate in Klagenfurt eingerichtet haben.
PETER KAISER, 26.11.2022

Land Kärnten feiert zehn Jahre EVTZ Euregio Senza Confini

Das Land Kärnten feierte am Freitag das zehnjährige Bestehen des EVTZ Euregio Senza Confini – einem EU-politischen Steuerungsinstrument, das gleichwertige Lebensverhältnisse in Grenzregionen mittels grenzüberschreitender Kooperationen und Projekten sowie kommunaler Zusammenarbeit in Grenzregionen forciert und wofür am 27. November 2012 in Venedig der Gründungsvertrag offiziell unterfertigt worden ist.
Der Vorsitzende des EVTZ Euregio Senza Confini, ist seit 2018 LH Peter Kaiser, er folgte auf den ersten Präsidenten Luca Zaia (Gründungssitzung 2013 bis 2018), Friaul-Julisch-Venetien. Kaisers Vertrag wurde einmalig bis 2024 verlängert.
Am Freitag nahmen auf Einladung des Landes Kärnten Assessore Stefano Zannier (Landesrat Friaul-Julisch Venetien), Assessore Francesco Calzavara (Landesrat Veneto), die Vizepräsidentin der Region Istrien, Jessica Acquavita und EU-Kommissar Johannes Hahn an der Generalversammlung und am Festakt in der Kärntner Landesregierung teil. LHStvin Gaby Schaunig, LR Daniel Fellner, LR Martin Gruber und LR Sebastian Schuschnig nahmen an der Feier ebenso teil wie LH a. D., Gerhard Dörfler, LH a. D., Christof Zernatto, Landtagspräsident Reinhart Rohr, Landesamtsdirektor Dieter Platzer sowie der Rektor der Alpen Adria Universität, Oliver Vitouch.
Der Landeshauptmann von Kärnten dankte allen voran den beiden italienischen Partner-Regionen für die Zusammenarbeit in den letzten Jahren und den wichtigen Informations- und Erfahrungsaustausch während der Corona-Pandemie.

„Die EVTZ Euregio schafft aus Grenzlagen innerhalb Europas eine Chance für die Grenzregionen selbst, in dem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, das Miteinander, forciert werden und damit auch der europäische Gedanke, das Friedensprojekt Europa, durch mehr Verständnis füreinander, gestärkt werden. Beim Zehnjahresjubiläum tragen wir nach außen, was wir alles gemeinsam geschafft und gemacht haben“,

so der Landeshauptmann.
Es sei nun eine der Hauptaufgaben, den Gedanken der Gemeinsamkeit über die Grenzen hinweg, weiter zu tragen, vor allem das Gemeinsame weiter wachsen zu lassen und die Notwendigkeit dessen der Jugend bewusst zu machen.

„Es geht aber nicht immer um national oder regional. Die globale Sicht auf die Dinge darf nicht untergehen, wie beispielsweise in der Klimafrage. Regionale und nationale Bestrebungen für eine saubere Umwelt sind Grundlagen, die auf globaler Ebenen zu heben sind“,

sagte Kaiser, der allen Anwesenden für ihr Kommen dankte und für die jahrelange gute Zusammenarbeit, die keine Grenzen kenne. Die EU muss in globalen Krisen geeint auftreten und dies müsse auch nach innen spürbar sein, sodass sie den Menschen in Europa das Gefühl der Sicherheit vermittelt.
Aktivitäten innerhalb des Bündnisses beschäftigen sich auch immer mit Themen der Nachhaltigkeit und der Geschichte in den einzelnen Regionen. Daher werde laut Kaiser seit diesem Jahr erstmals der „Preis für ökologische Nachhaltigkeit“ von der Euregio ausgelobt. Der Preis hat das Ziel, Initiativen zur Entwicklung, Erhaltung und Restaurierung von Kulturerbe, sozialem Zusammenleben, der Wirtschaft und Ökologie unter aktiver Beteiligung der Bevölkerung, von Institutionen und Organisationen, zu fördern und publik zu machen. Für jeden Preisträger gibt es 20.000 Euro, es wurden heute pro Euregio-Region drei Preisträger im Rahmen der Festveranstaltung im Spiegelsaal der Landesregierung ausgezeichnet.
Zusammengefasst konnte Kaiser ebenso Bilanz als Vorsitzender der Euregio Senza Confini ziehen, als auch über 10 Jahre EVTZ (Europäischer Verbund für territoriale Zusammenarbeit) Euregio Senza Confini.

„In all den Jahren ging es stets um konkrete, wirksame Projekte für die Regionen, für die Menschen vor Ort, für die Entwicklung der Standorte und Grenzregionen und die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Zentrum des Alpe Adria Raumes. Immerhin konnten 3,3 Mio. Euro über die Projekte für die Regionen lukriert werden“,

sagte Kaiser. So wurden über die Projekte auch sämtliche Lebensbereiche erfasst, wurden Bildung, Arbeitsmarkt, Tourismus, Wirtschaft, Gesundheit und Soziales in den Regionen der drei Partner forciert und grenzüberschreitende Zusammenarbeit ermöglicht.

„In Zukunft wird die Zusammenarbeit innerhalb der kooperierenden Regionen auch auf sozialpartnerschaftlicher Ebene forciert werden. Je mehr Institutionen strategische Partnerschaften eingehen, umso höher der Mehrwert für die Regionen“,

so Kaiser.
Zudem wird die Zusammenarbeit von regionaler Ebene auch herunter auf kommunale Ebenen gehoben und werden Kooperationen von der Bevölkerung mitgetragene Initiativen für eine verstärkte, grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Gemeinden sorgen, wies Kaiser hin. Diese Kooperationen werden durch ein neues Abkommen zwischen Gemeinden in den drei Euregio-Partnerregionen geschaffen.
EU-Kommissar Johannes Hahn verwies auf die Wichtigkeit der Regionalpolitik innerhalb der EU.

„Mit Regionalpolitik, mit Initiativen wie jener der Euregio Senza Confini, ist man den Menschen am nächsten, sind die Effekte der Projekte am deutlichsten zu sehen und sind Projekte auch am schnellsten umzusetzen“,

so Hahn. Die Pandemie haben die Wichtigkeit der EU in Fragen der Gesundheitspolitik über alle Staatengrenzen hinweg aufgezeigt. Doch die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung funktioniert auf der lokalen und regionalen Ebene am Besten.

„Das zeigt uns die Wichtigkeit des Wechselspiels von lokal, regional, interregional und EU“,

so Hahn. Die Euregio habe sich als wichtiges Instrument entpuppt, damit Regionen auf EU-Ebene gehört werden und an Einfluss gewinnen.

„Einzelne Regionen werden durch die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg stärker. Nichts desto trotz sind sie eingebettet in das große Ganze EU“,

bekräftigte Hahn.
Der EU-Kommissar verwies auch auf die Verantwortung der Regionen in globalen Fragen wie jener der Klimakrise. Jede Region müsse ihren Beitrag leisten, wenn Europa in der Klimafrage, die eine weltweite sei, seiner Vorreiterrolle gerecht werden wolle.

„Europa hat über 200 Regionen, deren Zusammenarbeit trägt wesentlich dazu bei, dass wir in Europa so gut dastehen.“

betonte Hahn und brach eine Lanze für Handelsverträge als Grundlage für eine weiterhin funktionierende Wirtschaft und den damit verbundenen Erhalt des Wohlstandes.
Assessore Stefano Zannier dankte dem Landeshauptmann und Kärnten für die Gastfreundschaft und die Zusammenarbeit in den letzten Jahren vor allem während der Pandemie.

„Wir haben es geschafft, trotz großer Unterschiede, die Herausforderungen zu meistern und zahlreiche Projekte ohne Grenzen abwickeln können. Wir müssen den Weg des Gemeinsamen auch in Zukunft weiter gehen, den Spirit am Leben erhalten, was auch das Fundament unseres geeinten Europas ist“,

so der Landesrat aus Friaul-Julisch-Venetien.
Assessore Francesco Calzavara betonte die Gelegenheit, die Gemeinsamkeit heute in der Landesregierung in Form einer Feier auch sichtbar zu machen.
„Wir werden unseren gemeinsamen Weg weitergehen, wir glauben an die Euregio und den dauernden gemeinsamen Dialog, um unsere Regionen zu schützen und weiter zu entwickeln!“,
so Calzavara.
Daten und Fakten Euregio Senza Confini:
  • Die 3. Versammlung findet in Porec statt. 9. Mai 2014
  • Zivilschutzabkommen und Gesundheitsabkommen 22. Dezember 2014
  • 20.12.2017 – Mehrere Projekte werden in INTERREG IT-AT eingereicht
  • NAAN Abkommen 14. November 2018
  • Istrien tritt als Assoziierter Partner am 12. Dezember 2019 bei.
  • Unterzeichnung MoU Smartlogi und Emotionway– 28.04.2021
  • 1. Euregio Business Forum, 28. April 2021
  • 2021: REGIOSTARS AWARD – unter den Finalisten mit Emotionway
  • Unterzeichnung Absichtserklärung SCET-NET 26. April 2022
  • Nachhaltigkeitspreis – wird in dieser Versammlung erstmals vergeben – 25.11.2022
  • Bis dato lukrierte EU-Mittel – Rund 3,3 Mio Euro rein für den Raum der Euregio Senza Confini.

Auszeichnungen beim Geschichtsverein für Kärnten

Gemeinsam mit dem Geschichtsverein für Kärnten zeichnete gestern, Mittwoch, Landeshauptmann Peter Kaiser die gebürtige Lesachtalerin Anna-Lena Stabentheiner mit einem Preis aus. Sie hat sich im Rahmen ihrer Masterarbeit an der Uni Wien mit der zwischen 1740 und 1783 geführten Klosterchronik der Franziskanermönche aus St. Veit befasst. Inzwischen lebt die junge Forscherin in Klagenfurt und ist Mitarbeiterin am Kärntner Landesarchiv. Eine Ehrenurkunde überreichte Kaiser an Claudia Fräss-Ehrfeld. Sie legte nach 25 Jahren ihre Funktion als Geschichtsvereins-Direktorin nieder. Als ihr Nachfolger wurde bei der Mitgliederversammlung im neuen kärnten.museum der frühere Landesarchivdirektor Wilhelm Wadl gewählt.
Kaiser freute sich über die ausgezeichnete Arbeit von Anna-Lena Stabentheiner, die auf beeindruckende Art und Weise die sozioökonomischen Verhältnisse im damaligen St. Veit schildere. Er zeigte sich davon überzeugt, dass der Masterarbeit auch bald eine ebenso spannende Dissertation folgen werde. Der scheidenden Direktorin Fräss-Ehrfeld dankte Kaiser für ihr 25-jähriges Wirken an der Spitze des Geschichtsvereines.

„Die Ehrenurkunde des Landes ist Ausdruck der Bewunderung für alles, das Sie für das Land und dessen Geschichte getan haben“,

betonte er. Fräss-Ehrfeld sei bereits seit 2008 Trägerin des „Großen Goldenen Ehrenzeichens des Landes Kärnten“, erklärte Kaiser.

„Ich bin mir sicher, dass sie auch weiterhin bestimmend und inhaltsvermittelnd im Bereich der Geschichte wirken werden“,

meinte der Landeshauptmann.
Fräss-Ehrfeld wurde vom Geschichtsverein zum Ehrenmitglied ernannt. Sie bedankte sich bei allen mit einem Vortrag unter dem Titel „Der Geschichtsverein für Kärnten: Es waren schöne 25 Jahre“.

„Ich gehe mit einem weinenden Auge, weil ich sehr gerne für den Geschichtsverein gearbeitet habe. Es ist aber wichtig, die Tür für neue Ideen und eine neue Führung zu öffnen“,

sagte sie. Auf das Erreichte blicke sie mit Stolz zurück, nannte sie unter anderem das von ihr geschaffene Vereins-Bulletin, die Organisation der großen Geschichtsvereinsreisen sowie die Einführung des „Preises des Geschichtsvereins für Kärnten und des Landeshauptmannes von Kärnten“. Fräss-Ehrfeld berichtete zudem, dass unter ihrem Vorsitz 700 neue Vereinsmitglieder gewonnen werden konnten. Aktuell habe der Verein rund 3.000 Mitglieder.
Im Zuge der Mitgliederversammlung des Geschichtsvereines gab es noch zwei weitere Ehrungen. So erhielt die in Wien lehrende Historikerin Marianne Klemun die Ehrenmedaille des Geschichtsvereines für Kärnten. An die Klagenfurter Maturantin Johanna Friederike Brunner ging der Preis für ihre Vorwissenschaftliche Arbeit zum Thema Reinling, Potica und Gubana. Weil sie gerade als Au Pair in Amerika arbeitet, meldete sie sich per Videobotschaft und ihre Eltern holten den Preis ab.
Das neue kärnten.museum in Klagenfurt bot übrigens den logischen Rahmen für die Veranstaltung. Das 1884 eröffnete Landesmuseum gründeten nämlich Geschichtsverein und Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten. Seitens des Landes Kärnten waren bei der Mitgliederversammlung auch Landesamtsdirektor Dieter Platzer und Kulturabteilungsleiter Igor Pucker anwesend.
Informationen zum Geschichtsverein: geschichtsverein.ktn.gv.at
Quelle: LPD Kärnten

Neue Kindertagesstätte in Ebenthal eröffnet

„Kärnten zur kinderfreundlichsten Region zu machen, wird auf mehreren Ebenen und konsequent umgesetzt. Dafür danken wir als Betreiber von Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen, denn sie sind die erste Bildungsmöglichkeit für die Kleinsten“,

sagte gestern, Mittwoch, die Leiterin von „Kindernest“, Claudia Untermoser, bei der Eröffnung einer neuen Kindertagesstätte in Ebenthal im Beisein von Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, der auch Motor für das Ziel „kinder-und familienfreundlichste Region Europas“ ist. In Ebenthal gibt es nun 4 Standorte mit der neuen KITA „Farbenzauber“, insgesamt werden laut Bürgermeister Christian Orasch in der Gemeinde 90 Kleinkinder betreut, in der Gruppe „Farbenzauber“ sind es 14 Kinder.

„Mit der Umsetzung des Kinderstipendiums zahlen die Eltern der Kinder in den Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen nur mehr den Essensbeitrag. Am Beispiel „Farbenzauber“, müssen für die Halbtagsbetreuung nur mehr 53 Euro statt 215 Euro im Monat bezahlt werden, für die Ganztagsbetreuung sind es 65 Euro statt 312 Euro im Monat. Damit sollte die Frage der Kinderbildung- und Betreuung keine finanzielle mehr sein und wir helfen gerade in einer belastenden Zeit den Familien“,

fasste LH Peter Kaiser bei der Eröffnung zusammen.
 
Kaiser betonte, dass „Kindernest“ mit seinen Betreuungseinrichtungen ein guter Partner fürs Land, für die Städte und Gemeinden sei.

„Die Kinder werden bestens betreut und machen ihre ersten Schritte auf dem Weg zur Bildung. Das wichtigste in unserer Gesellschaft sind die Kinder, jeder in sie investierte Euro kommt 16fach zurück. Daher gehen wir konsequent unseren Weg, Bildung und Betreuung qualitativ und quantitativ auszubauen und sie vor allem für alle Familien und Alleinerzieherinnen und Alleinerzieher finanziell möglich zu machen“,

so Kaiser weiter.
 
So profitieren von Kinderstipendium, mit dem das Land seit September 100% der durchschnittlichen Kinderbetreuungskosten übernimmt, 18.000 Kinder und vor allem ihre Eltern, die Entlastung macht im Durchschnitt zwischen 1.300 und 3.000 Euro im Jahr aus. Für 10.000 Kinder ist der Betreuungsplatz sogar völlig kostenlos.
Die Leiterin der Kindertagesstätte „Farbenspiel“ verwies auf das von Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser initiierte und in Ausarbeitung befindliche Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz, das verbesserte Rahmenbedingungen für die Betreuung und Bildung von Kleinkindern und Kindern schafft.

„Das hilft vor allem unserem Personal und macht den Job attraktiver“,

so Sandra Woschitz. Demnach werde laut Kaiser die Gruppengröße sukzessive in den nächsten Jahren von 25 auf 20 Kinder reduziert und werden beispielsweise die Gehälter der Elementarpädagoginnen und –Pädagogen um teils 40 Prozent erhöht. Kaiser erwartet einen Beschluss im Kärntner Landtag Anfang 2023:

„Dann wird das Gesetz mit Beginn des Kindergartenjahres 2023/24 in Kraft treten, und wir schaffen damit die größte Reform im Bereich der Elementarpädagogik seit 1945!“

Quelle: LPD Kärnten

Zwei erfolgreiche Wasserschisportler geehrt

Im Wappensaal der Marktgemeinde Treffen am Ossiacher See fand gestern, Mittwoch, ein Bürgermeisterempfang mit Ehrenbucheintrag anlässlich der Sportlerehrung für die zwei Wasserschisportler Lili Steiner und Claudio Köstenberger vom Wasserschiclub Ossiachersee statt. Sportreferent Landeshauptmann Peter Kaiser hob die hervorragenden Leistungen und Erfolge der beiden Sportler hervor und zeichnete sie mit Sportleistungsmedaillen in Bronze aus.

„Es ist eine große Auszeichnung für eine Gemeinde, wenn sie zwei Aushängeschilder in einer Sportart ehrt, die man mit Kärnten sehr oft in Verbindung bringt, denn Wasserschi ist ein Sport, der immer wieder einen sehr prominenten Platz in den Medien findet“,

sagte der Landeshauptmann. Als besonders faszinierend bezeichnete Kaiser, dass Beide, stellvertretend für viele Sportlerinnen und Sportler in Kärnten, ihren Sport mit dem Erwerb von Wissen zu vereinen wissen.

„Wir haben in Kärnten dafür Strukturen aufgebaut wie beispielsweise Sportleistungszentren, Neigungsgruppen in den Schulen oder das Projekt ‚Sport und Studium‘, das heißt, es gibt eine Reihe von Plattformen, wo wir helfen, dass solche Entwicklungen stattfinden können.“

Lili Steiner werde 2023 die Matura machen und Claudio Köstenberger habe ein abgeschlossenes Pharmaziestudium, berichtete der Landeshauptmann. Für ihre besonderen Verdienste erhielten die beiden Wasserschisportler auf einstimmigen Beschluss der Kärntner Landesregierung Sportleistungsmedaillen in Bronze.

„Ich gratuliere auch im Namen von Landessportdirektor Arno Arthofer“,

so der Landeshauptmann.
Bürgermeister Klaus Glanznig zeigte sich sehr stolz, in der Marktgemeinde Treffen so großartige Sportler und einen so tollen Verein wie den WSC Ossiachersee zu haben. Als Auszeichnung der Gemeinde gab es für die beiden Wasserschisportler einen Eintrag in das Ehrenbuch für ganz besondere Leistungen und Persönlichkeiten.
Die Laudatio für die beiden Sportler hielt Gerda Steiner, Obfrau des Wasserschiclubs Ossiachersee. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Klarinettentrio der Musikschule Gegendtal. Unter den Gästen war auch Altbürgermeister Karl Wuggenig.
Lili Steiner gewann bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften am Salmsee in Steyregg (OÖ) in drei Disziplinen die Goldmedaille. Claudio Köstenberger kann auf 22 Staatsmeistertitel verweisen und sein österreichischer Rekord von 69,2 Meter in der Kategorie Wasserschi-Springen ist nach wie vor aufrecht. Beide holten heuer bei den Europameisterschaften in Recetto (Italien) im Teambewerb die Bronzemedaille, Lili Steiner gewann auch die Bronzemedaille in der Kombination.
Quelle: LPD Kärnten

Digitalisierungsstipendien des Landes Kärnten verliehen

Für wissenschaftliche Abschlussarbeiten zum Thema Digitalisierung und deren Auswirkungen bzw. Bedeutung für Kärnten wurden heute, Mittwoch, zum bereits fünften Mal Stipendien des Landes Kärnten verliehen. Aus 29 Einreichungen wählte eine Jury jeweils drei Bachelorarbeiten (300 Euro), Diplom- oder Masterarbeiten (600 Euro) sowie Dissertationen (1.500 Euro) aus. Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser kündigte an, dass es die Digitalisierungsstipendien auch 2023 geben wird. Er hob hervor, dass die Qualität der eingereichten Arbeiten ständig steige und auch der Kärnten-Bezug der Digitalisierungsthemen sehr stark sei.
Kaiser sagte, dass die Digitalisierung immense Sprünge mache:

„Die technische Entwicklung ist vielfach weiter als die Anwendung und andere dazugehörende Bereiche.“

Kürzlich habe er an einer Diskussion zum Thema mit dem Philosophen Richard David Precht teilgenommen, so der Landeshauptmann. Dabei sei es darum gegangen, dass sich die Arbeitswelt von Morgen und Übermorgen durch die Digitalisierung entscheidend verändern werde. Precht habe unter anderem von einer „neuen Sinnarbeit“ gesprochen, diskutiert habe man auch über Umbrüche in der Arbeitswelt und neue Herausforderungen, insbesondere bei der Finanzierung des Sozialstaates, die bisher hauptsächlich aus menschlicher Arbeit erfolge.

„Im Denken und Planen ist unsere Gesellschaft oft noch zu gegenwartsfixiert. Wir müssen dringend schauen, dass wir von der Zukunft nicht überrascht werden“,

so Kaiser. Wesentlicher Faktor ist für ihn dabei die entsprechende Bildung, die schon im elementarpädagogischen Bereich anfangen müsse.
Markus Bliem, Leiter der strategischen Landesentwicklung, sagte, dass die Digitalisierungsstipendien aus dem Kärntner „Digitalen Jahr 2018“ hervorgegangen seien. Die Jury setze sich aus Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Fachhochschule Kärnten, Pädagogische Hochschule Kärnten, Industriellenvereinigung, Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds (KWF) und der Landesabteilung 11 – Zukunftsentwicklung, Arbeitsmarkt und Wohnbau zusammen. Für die Jury sprach Vorsitzender Ralf Terlutter von der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Er sagte, dass die Entscheidungen wegen der hohen Qualität der Einreichungen schwergefallen seien.
In der Kategorie Bachelorarbeit wurden Thomas Baldauf („No Code rapid Prototyping von Supportprozessen“), Anna Schuster („Business Analytics in KMUs: Ansatzpunkte und Umsatzempfehlungen“) und Lukas Wohlbank („Inwiefern kann ein Geographisches Informationssystem die Planung und Simulation eines topographiebasierten Bewässerungssystems wie Keyline Design unterstützen?“), alle drei Studierende der Fachhochschule Kärnten, ausgezeichnet.
In der Kategorie Diplom- oder Masterarbeit gingen die Stipendien an Lorena Gril („Tensor-on-Tensor Regression for Human Motion Prediction in an Industrial Collaborative Setting“), Clara Josefine Hoestermann („Evaluating the potentials of Smart Technology in the context of patient wellbeing in hospital settings“) und Paul Ladinig („Time and Energy Optimized Trajectory Generation for Multi-Agent Constellation Changes“), die alle drei ihre Arbeiten an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt eingereicht haben.
Bei den Dissertationen gingen die Stipendien an Agata Barciś („Synchronizing and Swarming Robots: Spatio-Temporal Coordination in Multi-Robot Systems“), Harald Gietler („Object Localization for Autonomous Systems based on Electromagnetic Fields“) und Davide Righini („New insights on Signal Propagation Through Power Lines“), alle drei ebenfalls von der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.
Quelle: LPD Kärnten

Die ersten Katastropheneinsatzmedaillen verliehen

Uneigennütziges Engagement an Mitmenschen stand gestern, Dienstag, im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung im Mittelpunkt. Erstmals verliehen dort Landeshauptmann Peter Kaiser und Katastrophenschutzreferent LR Daniel Fellner die Katastropheneinsatzmedaille in Silber und Bronze. Als Gratulanten stellten sich auch Landesrat Sebastian Schuschnig, Landesamtsdirektor Dieter Platzer, Dietmar Hirm, stellvertretender Landesfeuerwehrkommandant von Kärnten, Katastrophenschutzbeauftragter Markus Hudbonik (selbst Ausgezeichneter) und sein Stellvertreter Christian Gamsler ein.

„Egal ob Überschwemmungen, Murenabgänge, Sturmschäden, extreme Schneefälle – ihr habt den Menschen durch euren Einsatz immer wieder Lebensmut geschenkt und durch euer Engagement waren viele bereit, beim Wiederaufbau anzupacken“,

so Kaiser der sich sicher ist, dass die besagte Einsatzbereitschaft die Lebensqualität in Kärnten deutlich erhöht.

„Dafür darf ich mich seitens der Kärntner Landesregierung herzlich bedanken. Ein Dank, der durch die heute zu verleihenden Medaillen auch sichtbar wird“,

betonte der Landeshauptmann.
Dem Dank schloss sich auch Fellner an. Tief beeindruckt von den Standing Ovations für die Einsatzkräfte der Unwetterkatastrophe in Treffen und Arriach im Rahmen einer Informationsveranstaltung meinte Fellner gestern:

„Diese Auszeichnungen sind die Standing Ovations vom Land Kärnten für euer Engagement.“

Ausgezeichnet wurden gestern:
  • KI Mario Ferlic, Polizeihubschrauber Einsatzpilot Flugeinsatzstelle Klagenfurt (silber)
  • BM Florian Gasser, FF Ludmannsdorf (silber)
  • HFM Patrick Gasser, FF Ludmannsdorf (silber)
  • RegR Markus Hudobnik, A03 – Gemeinden Raumordnung und Katastrophenschutz (silber)
  • KI Ing. Klaus Jäger, Einsatzpilot Flugeinsatzstelle Klagenfurt (silber)
  • OBI Michael Kodal, FF Kühnsdorf (silber)
  • KI Stefan Pichler, Polizeihubschrauber Einsatzpilot Flugeinsatzstelle Klagenfurt (silber)
  • CI u. Stv.-Leiter Josef Samonig, Flugeinsatzstelle Klagenfurt (silber)
  • Gruppenkommandanten LM Michael Gaschler, FF Ludmannsdorf (bronze)
  • Kommandanten OBI Josef Gasser, FF Ludmannsdorf (bronze)
  • Einsatzstellenleiter Christian Hafner, ÖWR Einsatzstelle St. Andrä (bronze)
  • Erwin Klade, ÖWR Einsatzstelle St. Andrä (bronze)
  • BM Manuel Madritsch, FF St. Jakob im Rosental (bronze)
  • HFM Peter Popodi, FF Kühnsdorf (bronze)
  • OLM Johannes Schifrer, FF St. Ruprecht/Klagenfurt (bronze)
  • Ing. Michael Siter, MA, ÖWR Einsatzstellenleiter Faaker See (bronze)
  • Kurt Smole, ÖWR Einsatzstellenleiter und Regionseinsatzleiter Unterkärnten (bronze)
  • LM Christian Steinwender, FF Bodensdorf – Tschöran (bronze)